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Der 9-jährige Napoléon de Bussy trabt auf europäischem Niveau

(AZ/hr, 20.04.2010)

Barbara Schneider präsentierte ihr Pferd an der GV des Aargauischen Rennvereins
Zweimal (2007 und 2009) hat er bereits die Meisterschaft der Traber in Aarau gewonnen, der bald 9-jährige Napoléon de Bussy. Er ist der «Liebling des Aarauer Schachens» und im Besitz des Schöftler Stalls Schneider, der seit bald 60 Jahren bei den Traberfreunden ein Begriff ist. Barbara Schneider, selber Vorstandsmitglied im Aargauischen Rennverein, zeichnete an der Generalversammlung des ARV den Lauf des Pferdes von den «Flegeljahren» bis zum europäischen Durchbruch nach, denn mittlerweile zählen zum Palmarès von Napoléon de Bussy auch Siege auf der berühmten Bahn von Vincennes in Frankreich. Schneider zeigte aber auch die akribische Saisonplanung für ihren Crack, die sich kaum von einem menschlichen Hochleistungssportler unterscheidet. Ruhephasen, Aufbau der Form und rennmässige Trainings und Einsätze wechseln sich ab. Mit wissenschaftlichem Anspruch muss Napoléon auch regelmässig zu Blutanalysen antraben, die Aufschlüsse über die Kondition ergeben. Gut möglich, dass der Seriensieger am 30. Mai am Maipreis der Traber in Aarau an den Start gehen wird.

Stetig aus der Schuldenfalle
Gut in Form zeigt sich laut Finanzchef und Vizepräsident Charly Säuberli auch die Kasse des Aargauischen Rennvereins. Dank dem Erlass eines Darlehens in der Höhe von 460000 Franken durch die Stadt Aarau kann der ARV bilanzmässig wieder durchatmen. Die notwendigen Abschreibungen im Umfang von rund 50000 Franken konnten gemacht werden. Die kurzfristigen Schulden belaufen sich noch auf rund 270000 Franken, die Bilanz zeigt unter dem Strich für das vergangene Jahr gar einen kleinen Gewinn von 5000 Franken. Ein wichtiges Standbein auf der Ertragsseite sind jene 120000 Franken, die 2009 durch Fremdvermietung der Rennbahn in die Kasse des ARV flossen. Das idyllische Reiterstadion in der Aarelandschaft bleibe ein «attraktiver Standort» für Anlässe jeglicher Art.

Stark vom Wetter abhängig
Der Grat des Erfolgs ist allerdings noch immer schmal, Reserven in Form von Eigenkapital sind nur spärlich vorhanden. Das Ergebnis hängt noch immer stark vom Wetter an den vier Renntagen ab. Mindestens für 2009 konnte ARV -Präsident Beat Ries von einem «guten Jahr» berichten. Er und sein Vorstand erhielten deshalb von der Versammlung einstimmig die Décharge, «in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr», kommentierte der Präsident das Vertrauen.
Das Budget für das laufende Jahr lässt keine grossen Sprünge zu, die Jahresbeiträge beliess die Versammlung im Gasthof zum Schützen, an der gut 120 der total 587 Mitglieder teilnahmen, im Rahmen des Vorjahres.

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