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Jahresbrief des ARV-Präsidenten

(ARV/br, 18.12.2009)

Wir konnten 2009 vier Renntage durchführen, alle bei gutem, sogar prächtigem Wetter und unter idealen Bedingungen. Die verantwortlichen Funktionäre von Trab und Galopp haben unsere Rennbahn stets sehr gelobt. Über 30'000 Zuschauer durften wir im Aarauer Schachen begrüssen und konnten insgesamt 35 Rennen aus dem gesamten Turfsport präsentieren. Hinzu kamen noch 10 Ponyrennen, die wir gerne und mit grosser Freude durchführen, geben sie unserem equestrischen Nachwuchs - Pferd, Reiter und Fahrer - die Möglichkeit, sich auf einer richtigen Rennbahn vor einer Tribüne mit Zuschauern ideal zu präsentieren. Insgesamt standen uns an Preisgeldern SFr. 415'000.-- zur Verfügung. Das zeigt den grossen Rückhalt, den der ARV bei den Sponsoren geniesst. Das war keine einfache Aufgabe, aber sie hat sich auch 2009 - wie jedes Jahr - wieder gelohnt. Ich bin überzeugt, dass es sich auch für unsere Sponsoren ausbezahlt hat. Das zeigt sich darin, dass wir über sehr viele sehr treue Sponsoren verfügen. Hat einmal eine Firma bei uns einen Anlass durchgeführt, dann kommt sie immer wieder gern, denn sie weiss, dass sie ihren Gästen ein einmaliges Erlebnis in einer ganz besonderen Ambiance geboten hat und damit bei diesen viel Dank und Zuspruch erntet. Der Aargauische Rennverein geniesst aber nicht nur bei Sponsoren starken Rückhalt und viel Unterstützung. Den Aufmarsch von Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport an unseren Renntagen dürfen wir doch als Gradmesser unserer Attraktivität und Beliebtheit verstanden wissen. Man kommt gerne und sieht sich gerne bei uns im Aarauer Schachen. Als ganz besonderes Zeichen der Unterstützung und der Verankerung ist der Beschluss des Einwohnerrates der Stadt Aarau zu werten, mit welchem er am 21. September 2009 das Restdarlehen von SFr. 460'000.-- mit allen Stimmen (gegen eine einzige) vorbehaltlos abschrieb. Diese breite, über alle politischen Parteien hinwegreichende Zustimmung war dem Vorstand des ARV eine besondere Genugtuung, das will ich nicht verhehlen. Wir haben diesen Beschluss als Dank für unsere Arbeit gerne entgegengenommen, aber auch als Aufforderung und Verpflichtung, auch in Zukunft für die Aarauer Rennen tätig zu sein.

An unserer Frühjahrs-Generalversammlung wurde als Nachfolger von Rolf Blattner Hans-Peter Zubler als neuer Bahnchef gewählt. Er hat sich diesen grossen Herausforderungen angenommen und sie mit Bravour gemeistert. Ebenso wurde Barbara Schneider in den Vorstand gewählt, als Vertreterin des Trabrennsports. Sie ist an den Renntagen für die Trabrennen als Interviewpartnerin zur Verfügung gestanden und hat wohl manchem Zuschauer auch den einen oder anderen Wett-Tipp mitgeben können. Darüber hinaus hat sie die 61. Meisterschaft der Traber für sich entscheiden können, was uns ganz besonders gefreut hat.

Was die Infrastruktur anbelangt, konnte der ARV das VIP-Zelt westlich der Tribüne käuflich zu einem für uns tragbaren Preis erwerben und zwischenzeitlich auch bezahlen. Das farbige Rennprogramm konnten wir nun bereits im fünften Jahr unentgeltlich abgeben. Es ist dieses Jahr noch professioneller erschienen. Wenn die Herausgabe dieses Rennprogramms auch einen zusätzlichen Aufwand bedeutet, so sind wir doch stolz, mit diesem Führer dem Fachpublikum die wissenswerten Fakten zum Renntag zu präsentieren und dem Laien mit verschiedenen Beiträgen den Rennsport schmackhafter zu machen. Eine besondere Neuerung, an der wir lange gearbeitet haben, ist uns dieses Jahr mit den Vaudoise Versicherungen gelungen: Dieser Partner hat nebst einem Hürdenrennen auch sämtliche Stehplätze am zweiten Renntag bezahlt. Ich glaube feststellen zu dürfen, dass dies doch den einen oder anderen in den Aarauer Schachen gelockt hat, der bis zu diesem Zeitpunkt noch nie an einem Pferderennen war. Das ist gut so, es ist unser stetes Bestreben, die Zuschauerzahl zu vergrössern und damit die Attraktivität der Aarauer Pferderennen zu steigern.

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, so darf ich feststellen, dass unsere Rennbahn aber nicht nur bei Turfisten beliebt ist. Wir konnten unsere Anlage beispielsweise dem Lions Club Aarau-Kettenbrücke zur Verfügung stellen, der zum Aargauer Lions-Treffen in den Aarauer Schachen einlud. Wir haben aber auch wieder das Open Air Kino beherbergen dürfen, unsere Rennbahn war auch Treffpunkt des ersten Bierfestes, durchgeführt von unserem Rennbahnwirt Hausi Schneider. Wir dienten als Veranstaltungsort für den 'Grossen Fressnapf-Tag', an dem Tierfreunde und ihre Schützlingen auf unserer Anlage in eine riesige Erlebniswelt rund um Haustiere eintauchten; wir waren aber auch Durchführungsort für die Pferdesporttage, für Windhundrennen, für Firmenanlässe, für den sCOOL-Cup Aargau mit 2'400 Schülerinnen und Schülern (grösster Eintages-OL der Schweiz), usw. Der ARV öffnet seine Türen sehr gerne für solche Veranstaltungen. Wir sind auf diese Aktivitäten auch angewiesen. Sie tragen erheblich zum wirtschaftlichen Erfolg unseres Vereins bei.

Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand des ARV mit Optimismus dem neuen Jahr entgegen, obwohl es wegen der wirtschaftlichen Abflachung sowohl beim Sponsoring als auch bei den Fremdvermietungen wohl etwas härter werden dürfte. Wir nehmen diese Herausforderung gerne an, im Bewusstsein, ihnen und allen Freunden des Turfsportes viel Freude bieten zu können.

Es bleibt mir, ihnen und ihren Angehörigen auf diesem Wege unbeschwerte Weihnachtstage, einen fröhlichen Silvester und im neuen Jahr Gesundheit, Wohlergehen, viel Glück und Zufriedenheit zu wünsche.

Beat Ries, Präsident Aargauischer Rennverein

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